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28.02.12 10:55

Exlibris im März: Kunst als Reaktion auf atomare Katastrophen


Kunst als Reaktion auf atomare Katastrophen

Am 11. März 2011 wurde nicht nur Japans Vertrauen in die Kernenergie erschüttert: Der erste Jahrestag des verheerenden Reaktorunfalls von Fukushima ist Anlass, einen Blick zurück zu werfen.

Wie verarbeiteten Exlibris-Künstler aus verschiedenen Ländern frühere atomare Katastrophen und setzten Mahnung, Warnung, Trauer und Protest im kleinen Format um? Es fällt auf, dass die Angst vor den verheerenden Auswirkungen der Atombombe, wie sie nach den Tragödien von Hiroshima und Nagasaki die Gemüter bewegte, nach den Katastrophen von Harrisburg, Tschernobyl und jetzt Fukushima immer mehr der Furcht vor einer unbeherrschbar werdenden, friedlichen Nutzung der Kernenergie weicht.

Ende der 1940er Jahre warnte der Spanier Angel Mendez unter dem Titel „the next victory“ mit einem erschütternden Endzeit-Szenario, das die letzten erbarmungswürdigen Kreaturen in einer unbewohnbar gewordenen Öde zeigt, vor einem atomaren Krieg. In der damaligen DDR gestaltete Erhard Zierold 1986 für einen Bamberger Arzt ein Exlibris „nach Tschernobyl“; es zeigt den Bamberger Dom, über dem sich Atommodell und -warnzeichen zur Himmelserscheinung vereinen. 1994 gestaltete Helga Schroth eine Collage, in der zwei zwillingsartig-kahlköpfige Kinder blonde Haare in Händen halten. Die traurigen Augen der Kinder von Tschernobyl hat auch der Schweizer Philipp Roger Keller in einem Exlibris thematisiert.

Zur Abbildung:

In seinen Arbeiten tritt der Italiener Carlo Zuffi (*1928) für Gewaltlosigkeit, Frieden und Brüderlichkeit zwischen den Völkern ein. „No al nucleare“ ist die Botschaft eines Exlibris, das er für sich selbst gestaltet hat. Es kam 1988 in die Sammlung des Gutenberg-Museums.










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Exlibris von Carlo Zuffi: "ipse", Offset, 90x102mm, o.J.

 


 
 
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